NATO-Report zum Bundeswehr-Bombenmassaker in Afghanistan

•29. Oktober 2009 • Kommentar schreiben

isaf_dpa

„Der höchste Soldat der Bundeswehr trat vor die Mikrofone der Reporter, las seinen Bericht ab und ging wieder. Fragen ließ Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan nicht zu…“ – So beginnt ein Artikel von ZEIT.de und im Prinzip sagt dieser Satz bereits alles, was aus den letzten Monaten der NATO-Untersuchung resultiert.

Offizielle Stellen sehen im Bereich eine Entlastung von Bundeswehr und NATO, aber das Gegenteil ist der Fall. Der Untersuchungsbericht kommt doch tatsächlich zu dem Ergebnis, dass man die Höhe der zivilen Opfer, die bei dem Luftangriff auf zwei entführte Tanklaster Anfang September in Afghanistan umkamen, nicht mehr ermitteln könnte.
Die Zahl schwankt zwischen 17 und (Achtung!) über 140. Momentan spricht man von 30 bis 40. Lange Zeit wurde sogar behauptet, es gäbe keine „Zivilschäden“. Nun ja, da gibt man Leuten Bomben in die Hände, die offentsichtlich nicht einmal zählen können.  Oberst Georg Klein erhält nun von allen politischen Seiten Rückendeckung und General Jung sprach immer von einem „vollen Erfolg“.  Dass Dutzende toter Kinder vor Ort wohl ein andere Bild abgaben, dürfte klar gewesen sein.

Ja was soll man tun? Deutschland befindet sich ja offiziell nicht einmal in einem Kriegseinsatz.  Nennen wir es also Kriseneinsatz, Stabilisierungseinsatz oder gar Antikriegseinsatz.  Und wir befinden uns zudem in einem fremden Land, in einem „Stabilisierungsatz“ in einer von US-Politik verursachten Krise.
Für was? Um sogenannte Talibankämpfer, ominöse Al Quaida oder generell schwammig die Terroristen an ihrer Basis zu bekämpfen (natürlich nicht, um im Nahen Osten Kontrolle gegenüber Nachbarstaaten wie Pakisten oder Iran zu haben, nein *lach*).
Ähm ja, also was soll man der Öffentlichkeit erzählen? Dass die Bundeswehr in ihrem völkerrechtlich illegalen Einsatz ham Hindukusch Kinder fahrlässig kleine Kinder zerfetzt hat?  Das Wort „Fehlentscheidung“ muss man nicht unbedingt bei einem solch schwierigen Befehl benutzen, aber „fahrlässig“ wäre vielleicht doch eine angemessene Bezeichnung.  Die Frage ist auch, was hätten mutmaßliche Talibankämpfer mit 2 Tanklastern böses treiben können, mit denen sie wohl auch so nicht weit gekommen wären? Mussten gleich Bomben fallen?
Aber wir wissen ja, wie so etwas läuft und wundern uns also nicht über den NATO-Bericht (dieser ist als vollständiges Papier übrigens sogar als geheim eingestuft). Vertuschung ist König!  STASI-Kind Angela Merkl „betonte, dass der Auslandseinsatz der Bundeswehr am Hindukusch dazu beitrage, Leib und Leben der Menschen in Deutschland vor dem internationalen Terrorismus zu beschützen“.  Manche Menschen mögen das sogar noch glauben.

Am 7.Oktober feierte der US/GB – Einfall „Enduring Freedom“ welcher sich später auf die NATO-Mächte ausweitete in Afghanisten sein trauriges 8. Jubiläum.
Bundeswehrsoldaten wurden dann bald unter dem Vorwand des Verteidigungsfalls namens Osama bin Laden *lol* zum Auslandseinsatz berufen.
Und da stehen und fallen sie leider noch immer.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2009-10/bundeswehr-klein
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/10/acht-jahre-krieg-in-afghanistan.html
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c0/ISAF.png

Der Friedensnobelpreis wird zur Farce

•9. Oktober 2009 • 1 Kommentar

obama al gore

Von all den Menschen welche diese wichtigste Auszeichnung für humanitäre, altruistische Dienste Verdient hätten,
erhält unter den fassungslosen Blicken vieler gerade hoffnungsloser Hoffnungsträger US-Präsident Barack Obama den Friedensnobelpreis.

Ein Mann, welche an die Macht gebracht wurde, um Menschen Hoffnung vorzutäuschen, um sie wieder ruhig zu stellen.
Ein Graumantel, welcher noch keinen einzigen Erfolg in seiner Politik vorweisen kann oder gar selbstlosen Einsatz gezeigt hätte.

Nachdem 2007 bereits eine ähnlich blasse Gestalt, nameVon all den Menschen welche diese wichtigste Auszeichnung für humanitäre, altruistische Dienste Verdient hätten,
erhält unter den fassungslosen Blicken vieler gerade hoffnungsloser Hoffnungsträger US-Präsident Barack Obama den Friedensnobelpreis.

Ein Mann, welche an die Macht gebracht wurde, um Menschen Hoffnung vorzutäuschen, um sie wieder ruhig zu stellen.
Ein Graumantel, welcher noch keinen einzigen Erfolg in seiner Politik vorweisen kann oder gar selbstlosen Einsatz gezeigt hätte.
Im Gegenteil: Jemand der sich weiterhin für den Krieg in Afghanistan und Irak stark macht.

Nachdem der hochdozierte Preis vor 2 Jahren (2007) bereits an eine ähnlich blasse Gestalt, namens Al Gore, für seinen mutmaßlichen Einsatz zur Verbesserung des Weltklimas erhielt
(die von ihm gestützte Theorie ist schlichtweg unwahr und sein Einsatz folgte natürlich nur dem eigennützen Zweck der finanziellen Selbstbereicherung) ging,
kann diese Auszeichnung von nun an, als schlichtes und wertloses Schauspiel gesehen werden.

ns Al Gore, für seinen mutmaßlichen Einsatz zur Verbesserung des Weltklimas erhielt
(die von ihm gestützte Theorie ist schlichtweg unwahr und sein Einsatz folgte natürlich nur dem eigennützen Zweck der finanziellen Selbstbereicherung),
kann diese Auszeichnung von nun an, als schlichtes und wertloses Schauspiel gesehen werden.

RIP Friedensnobelpreis

Zum Satire-Anhang

Imperialismus in den Schlagzeilen: GB – G20 – NWO

•22. September 2009 • Kommentar schreiben

Leset und staunet… erneut schafft es das Wort „Weltregierung“ in die Schlagzeilen des Mainstreams:

Natürlich kommt der Sprachführer brittischem Hause und natürlich ist das Ganze für einen guten Zweck. Nämlich (selbst-beigeführten) Wirtschaftscrashs in der Zukunft entgegenwirken zu können. Es wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass man das Wort der Öffentlichkeit schmackhaft machen will. Wenn im Oktober wie zu erwarten der nächste Aktientiefpunkt ansteht (hierzu guter Artikel von SuR), dürften sich wohl schnell entsprechende Meldungen in diese Richtung häufen. Kapitalismus und Imperialismus Seite an Seite sind ein wirklich ernstzunehmender Feind der Freiheit!

Wie so oft in diesen Jahren: Wehret den Anfängen!

imperialism


Brown will aus G20 Weltregierung machen (Spiegel)

Gordon Brown regt eine Debatte über die G20-Staaten an. Großbritanniens Premierminister verlangt, das Gremium langfristig in eine globale Wirtschaftsregierung umzuformen. So könnten die Folgen der Krise besser bewältigt und künftige Probleme verhindert werden…

Berlin – Kurz vor dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der G20 hat der britische Premierminister Gordon Brown sich für eine intensivere Zusammenarbeit eingesetzt: Er forderte, die G20 müssten eine Weltwirtschaftsregierung formen. „Die G20 haben die Welt gemeinsam vor dem Kollaps des Finanzsystems gerettet“, sagte Brown der Zeitung „Die Welt“. „Das ist eine große Chance, langfristig zusammenzuarbeiten.“

Die Gruppierung der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer solle sich regelmäßig treffen, um Wachstumsstrategien zu beraten. Ziel sei ein besseres System für Frühwarnung und Krisenbewältigung.

Am Donnerstag und Freitag treffen sich die Staats- und Regierungschefs der G20 in der US-Stadt Pittsburgh zum Weltfinanzgipfel. Solche Treffen sollten künftig zu einer regulierenden Institution werden, sagte Brown am Montag. „Die politischen Führer müssen sich regelmäßig treffen und sich gegenseitig beraten, was jedes einzelne Land für ein globales, nachhaltiges Wachstum tun kann.“ Ein Anfang sei gemacht, noch würden die G20-Staaten jedoch nicht eng genug zusammenarbeiten. Ihm schwebe ein „neuer Weg“ vor, die „Weltwirtschaft global zu regieren“.

Brown sagte, dass die G20 nur gemeinsam zu einer Lösung für Manager-Gehälter, Steueroasen und der Überwachung des Bankensektors kommen könnte. Er erwarte in Pittsburgh eine Einigung darauf, die genannten Probleme gemeinsam zu lösen. „Globale Probleme erfordern globale Lösungen und Handlungen.“

Ob er sich notfalls auch auf eine europaweite Regulierung einlassen würde, sollte die US-Regierung nicht mitziehen, dazu wollte sich Brown nicht äußern. Die Frage stelle sich nicht, da er sicher sei, Europa und USA würden sich einigen können: „Jedes Land hat Banken, die international verlinkt sind. Insofern hat auch jedes Land ein Interesse an einer gemeinsamen Lösung.“

kgp/dpa/AFP/Reuters

Schlagzeilen und Schlagzeiten

•30. August 2009 • Kommentar schreiben

Nach einer etwas ausgedehnteren Urlaubszeit aufgrund vorangeganger Stresswochen (=Kapitalismuskritik *lach*) melde ich mich zurück in der traurigen Realität. Was hatten wir die letzten Wochen so? Die allgemeine Scheinegrippehysterie mit ruckzuck geplanten Zwangsverschreibungen von gefährlichen Impfstoffen? Langweilig! Irgendwelche Epidemie-Wahnmeldungen von Politik und Medienvertretern zieren ja alle paar Jahre die Schlagzeilen. Da sollte man doch meinen, die Leute würden langsam ihren bischen verblieben gesunden Menschenverstand nutzen und sich nicht sukzessive Körper und Geist vergiften lassen. Auch die bevorstehenden Wahlen liefern das Kampfgeschrei der regierenden Klasse an die Unterschicht. Auch nichts Neues. Dass der Datenhunger unserer globalen Superstreitkräfte noch immer zunehmen kann und das natürlich auch noch unionsübergreifend, zeigte dann die Überschrift „USA will Zugang zu EU-Bankdaten und umgekehrt“. Klar, wenn sie schon unsere Kommunikation überwachen, warum dann nicht auch unsere Finanzgeschäfte. Ist doch ein tolles Argument während der Finanzkriste – auch wenn die eben jenige verursacht haben und nicht wir. Gähn, okay weiter *lach*…

1934-08-zensur-mit-schild-und-pistole-im-Dritten-Reich

Lassen wir uns lieber mal über ein weit wichtigeres Thema, welches schon seit einigen Monaten immer wieder in Nebenzeilen erwähnt wird: Zensur – Internet-Zensur! Es war nur eine Frage der Zeit, bis unsere lieben Nationalpolitiker dem Volk ins Netz folgen und ihm dort Schranken setzen möchte. Und wo greift man da am besten an? Richtig, wo’s weh tut: Kinderpornographie. Findet bis auf die kranken Konsumenten jeder schlimm und lässt sich sofort gut als Aufhänger für Stoppschilder nehmen. Das nahm man dann sogleich wörtlich und platzierte tatsächlich Schilder (http://endzeitblog.wordpress.com/2009/04/27/internetuberwachung-im-namen-des-anti-padophilie-kampfes/). Dass die Methoden von KP-Konsumenten leicht zu umgehen sind und sich bei Internetumfragen 90% der Bürger auf offiziellen BRD-Seiten gegen solche Zensurmethoden aussprachen, wurde höflich ignoriert. Klar, so funktioniert unsere Demokratie auch im Internet: Mitentscheidungsmöglichkeiten vortäuschen.

Unser liebes BKA erstellt seitdem locker-lässig Bannlisten für böse Seiten. Dass es nicht lange bei Hinweisschildern für Kinderfummler bleiben sollte, konnten sich wohl lediglich die letzten gutgläubigen Kaffeetanten vormachen. Noch schneller als üblich folgten einige Tage danach schon die ersten Stimmen, die Besuche auf Hinweisseiten protokollieren wollten. Und dann wären wir schon angekommen: Ausweitung der Internetsperren auf böse Raubkopiererseiten. Könnte man eigentlich gleich der Musik- und Filmindustrie die Pflege der schwarzen Listen übergeben, oder nicht? Naja, bringen wir sie nicht auf schlechte Ideen, die haben sie ja selbst genug. Der Fall des Opferschafes Tenenbaum, bei welchem ein junger P2P-Sharer für 30 Songs zu 4,5 Millionen Dollar Strafe verurteilt wurde, dürfte den Gerechtigkeitssinn vieler wohl auch auf die Probe stellen. Kinderschändern ein Schild umhängen und Leute die Kulturgut tauschen hinter Gitter und in den Ruin treiben. Sehr fair, wirklich.

Und immer wieder kommen neue Vorschläge für die Erweiterung der schwarzen Liste. Wir bauen Ihnen Inseln im Netz – Ihre Bundesregierung. *lach* Was tun, dass uns zumindest virtuell noch ein wenig wirklich freiheitliche Luft zum Atmen bleibt? Nun ja, die Wahlen stehen vor der Tür und was liege hier nicht näher als eine Partei zu wählen, die ein wenig gegensteuern könnte. Noch ist die Piratenpartei ein haufen Frischgeister, die noch nich unterwandert und vergiftet wurde? Viel besser kann man seine Stimme momentan wohl kaum anlegen. Ein wenig Anarche ist das Salz in der Suppe einer guten Demokratie!

piraten

Shell versucht Nachforschungen bezüglich Morden in Nigeria zu verhindern

•9. Juni 2009 • Kommentar schreiben

Nach jahrelangem Streit versucht Ölmulti Shell nun die gerichtliche Offenlegung von Aktionen in den 90er Jahren in Nigeria zu umgehen.
Mit 15,5 Millionen sollen Gerichtskosten, Klägersummen und zuguterletzt ein Fond (ca. 11 Millionen) für die betroffenen Regionen gespeist werden. Ob das Leeren der Portokasse einer Untersuchung wirklich entgegenwirken kann, bleibt abzuwarten…

http://www.zeit.de/online/2009/24/shell-vergleich-zahlung

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Nigeria/veit.html

shell killsshell_skull