Georgien’s Attacke gegen Russland – Die verdrehte Wahrheit der Westmedien

14. August 2008 at 08:20 (Geheimgesellschaften, Politisches Weltgeschehen) (, , , , , , , , , , , , , , , )

Ein neuer Kaukasus-Konflikt tat sich letzte Woche auf, welcher nun glücklicherweise langsam wirklich als beendet erklärt werden. Die Nachwirkungen werden aber sicher nicht nur im politischen Weltklima noch lange zu spüren sein.
Das kleine Georgien fiel unter Präsident Saakaschwilli in die abtrünnige, autonome Region Südossetien ein und forderte so den bär-tigen Riesen Russland offen heraus.
Dies geschah ähnlisch schon einmal: 1990 schickte Georgien unter Gamsachurdia Truppen nach Südossetien, welche durch sowjetische Einheiten zurückgeschlagen werden mussten.
Dies passiert nun alles während die kriegsmüden Augen der Welt friedlich blickend auf die Olympischen Spiele in China gerichtet sind.

Man darf sich wieder wundern (muss es aber natürlich nicht), ein Land greift ohne grossen Vorfall oder Vorwarnung das andere an und die Medien (zumindest unsere westlichen) finden den Aggressoren-Buh-Mann auf der anderen Seite.
Dass unsere grossen Medienvertreter in Europa und auch speziell in Deutschland oft der amerikanischen Aussenpolitik in die Hände spielen, um es etwas abgeschärft zu formulieren, ist für viele nicht unbedingt neu, aber manches Mal führt das Ganze auch zur Überspannung des Bogens. Im Krieg stirbt bekanntlich die Wahrheit zuerst.

Ein paar Ausschnitte:
-Welt Online: „Russland bestraft Georgien für West-Annäherung Mit dem Krieg im Kaukasus kehrt Moskau endgültig zur alten Machtpolitik.“
-Focus Online: „Moskau will Georgien erobern.“
-TAZ: „Dass Russland ausgerechnet während der Eröffnungsfeier einen Krieg beginnt, zeigt doch, dass der olympische Geist endgültig zur Farce verkommen ist.“

Trauriges Highlight war bisher folgender Artikel der Welt: Russlands Vorgehen ähnelt dem von Hitler
Einen der wenigen guten Mainstream-Berichte konnte ich bei Spiegel finden, deren Artikel kurz zuvor aber auch erst anders aussahen: Wie die Wahrheit den Krieg verlor
Man vergleiche auch einmal folgende Bilder: http://russia-insider.livejournal.com/25329.html

Da steht nun natürlich die Frage ihm Raum, ob die georgische Führung, welche sich einer russischen Gegenreaktion völlig im Klaren war, grössenwahnsinnig, verrückt oder… ja, wie so oft, ist das oder wohl von Bedeutung.
Denn diese haben einen mächtigen Verbündeten, der dem ganzen Tummult einen Zündschnurr-Charakter gibt: Die vereinigten Staaten von Amerika. Diese unterstützen und rüsten zusammen mit Israel ihren Partner seit vielen Jahren (wer das Thema NWO etwas verfolgt, trifft immer auf das Dreieick Washington, London und Tel Aviv).
Verliessen sie sich auf ihre bzw. NATO/EU-Unterstützung oder sollte das Ganze nur einfach wieder alte Wunden zwischen den USA und der ehemaligen UDSSR ankratzen?
Auf Letzteres deuten zumindest aktuelle Statements des amerikanischen Außenministeriums hin (siehe z.B. den Spiegel vom 14.08. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,572008,00.html).
Obama-Berater Zbigniew Brzezinski forderte wegen des Kriegs im Kaukasus sogar ein totales wirtschaftliches und politisches Embargo gegen Russland. Und Kriegsverbrecher Bush Jr. pollterte „Zum Schutz eines freien Georgiens“ würden die USA die „freie Welt hinter sich versammeln“. Man erkennt also rasch wie die texanischen Pferde laufen.
Es ist natürlich nicht wirklich schwer, eine kleine Regierung wie Georgien als Rächer eines von einem tyrannischen Imperium unterdrückten, versklavten Landes hinzustellen. Diese Rechnung geht auch auf, solange ma nicht näher hin sieht oder den Medien wie so oft ohne Grübeln Glauben schenkt.
So marschierten georgische Truppen in Südossetien ein und vergriffen sich an der Zivilbevölkerung, indem sie knapp ein Dutzend Dörfer mit voller Absicht zerbombte. Über 35000 Menschen flohen bereits in Flüchtlingslager nach Nordossetien und Russland. Auch das dürfte zeigen, von welcher Himmelsrichtung die Bedrohung kommt. Es hätte wohl auch kaum jemand mit einer so schnellen und präzisen russichen Klärung der Verhältnisse gerechnet. Das zeigt, dass Moskau weit weniger eingerostet ist, als offiziell vermutet.

Saakashvili, welcher 2003 während der unblutigen Rosenrevolution in Georgien mit Hilfe der USA an die Macht kam, wurde von dieser auch schon bald von dieser verdorben. Der einstmalige Pseudo-Revoluzzer, welcher sich schon bald nach seinem Amtsantritt in hinsicht auf Korruption und Gewalt wenig mit Ruhm bekleckerte, liess bereits 2007 oppositionelle Demonstrationen mit Wasserwerfern und Tränengas niederringen. Der selbe Mann wurde übrigens von Hillary Clinton für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.
Mit seinen militärischen Interventionen nun, zahlt zumindest sein Land einen nicht niedrigen Preis: Eine NATO-Mitgliedschaft ist vorerst in weite Ferne gerückt.

Natürlich sollte man Russland nicht unkritisch betrachten. Überall wo Macht und Geld eine Rolle spielt ist klugerweise Vorsicht geboten. Auch wird es sicherlich auch auf russischer Seite Propaganda gegeben haben, aber all das ist eine Stecknadel gegenüber der westlichen Verdrehungen der Geschehnisse. Es kommt nicht von ungefähr, dass Europa ein derartig negatives Bild von Putin und der einstmaligen militärischen Grossmacht haben. Dieses ist, allein wenn man die oft kühn-klaren Gedanken derer politischen Führung bedankt, einfach falsch. Und kann man Putin&Co wiederum ihre, durch solche EU/NATO-Re-/aktionen geschürte, kritische Haltung gegenüber dem Westen verdenken?
Vor allem, wenn man berücksichtigt, dass unter den Toten der Kämpfe sogar amerikanische paramilitärische Soldaten gefunden wurden (Blackwater&Co lassen grüssen… siehe dazu auch den Artikel „Gladio – EU-Geheimarmeen„).
Ach ja, die betroffenen Gebiete sind für Öllieferungen gen Westen von grosser Bedeutung! 😉

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2008/08/die-strippenzieher-hinter-georgiens.html
http://www.bueso.de/news/soros-und-britische-einfluss-im-georgischen-regime
http://infokrieg.tv/georgien_konflikt_analyse_2008_08_12.html
http://russland.ru/rupol0010/morenews.php?iditem=20381
http://www.russiatoday.com/en

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Der olympische Gedanke in Zeiten von Zensur, Korruption und Terror

11. August 2008 at 08:14 (Politisches Weltgeschehen) (, , , , , , , , , , , , )

La Grande Nation auf Schlingerkurs nach China
http://www.heise.de/tp/blogs/6/114032

So korrupt ist das IOC
http://www.cicero.de/dossier_detail.php?ress_id=1&item=2589

„Gruppe mit Verbindungen zur al-Kaida“ droht mit Anschlägen bei den olympischen Spielen in Beijing
http://infokrieg.tv/kaida_video_olympia_2008_08_08.html

China zensiert das Internet – das IOC tut nichts
http://www.welt.de/politik/arti2268511/China_zensiert_das_Internet__das_IOC_tut_nichts.html

Komplizen der chinesischen Zensur
http://www.zeit.de/online/2008/32/internetzensur-china-us-unternehmen

Extra3 bypasses Chinese censorship
http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,SPM18542,00.html

Eine Journalistische Herausforderung…

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