Der soziopolitische Filmtipp

21. Oktober 2008 at 08:28 (Politisches Weltgeschehen) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Dieser Thread wird regelmässig um Film-Tipps erweitert!


„Home Project“ (USA, 2009, Yann Arthus-Bertrand)

Wir leben in einer alles-entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre um unsere Lebensweise zu ändern, um das Aufzehren von Rohstoffen zu verhindern und um eine katastrophale Entwicklung des Weltklimas zu verhindern.
Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen ; und um so viele Leute wie möglich darauf aufmerksam zu machen, habe ich den Film HOME gedreht.
Damit der Film die größt-mögliche Verbreitung erhält, muss er um sonst sein ; unser Sponsor, die PPR Gruppe hat dies ermöglicht. EuropaCorp, der den Vertrieb sicherstellt, hat sich bereiterklärt, keinen Gewinn aus HOME erwirtschaften zu wollen, weil der Film nicht auf wirtschaftlichen Erfolg angelegt ist.
Ich hätte gerne, dass HOME auch Ihr Film wird. Verteilen Sie ihn weiter. Und handeln Sie.
Yann Arthus-Bertrand.


„Religulous“ (USA, 2008)

Die „Borat“-Macher haben ein neues Satireziel ausgemacht und zu Film gebracht: Die Religionen. „Religulous“ ist leider nicht ganz so witzig wie das Vorgängerprojekt. Zwar bietet der Film so einige Schmunzler und das kritische Thema wird hübsch bissig und kurzweilig rübergebracht, allerdings stört schnell, dass sich der wortführende, hierzulande eher unbekannte Komödiant Bill Maher, zu oft als Person ins Rampenlicht bringt. Zusätzlich zeigen sich die vorgeführten Amerikaner eigentlich immer als geradezu klischeehaft oberflächlich und naiv-dümmlich. Somit bleibt am Ende zumindest die Hoffnung, dass hier in Europa zumindest schon ein paar mehr Leute einen kritischeren Geist gegenüber religiös-verblendeter Sichtweisen entwickelt zu haben.


„Let’s Make Money“ (Österreich, 2008, Erwin Wagenhofer)

Wohin fließen die Abermilliarden, die wir unseren Banken und Versicherung zur Anlage anvertrauen? Wie vermehrt sich unser Geld? Wagenhofer hat sich aufgemacht, diese Fragen zu beantworten und blickt in die wirren Kanäle des globalen Finanzsystems. Vorbei am Finanzzentrum London führt ihn seine investigative Reise über den afrikanischen Kontinent, nach Indien, zurück in die Berge der Schweiz und an die Costa del Sol.


We feed the world – Essen global (Österreich, 2006, Erwin Wagenhofer)

Das Debüt von Erwin Wagenhofer und Vorgänger von „Let’s make money“…
Der Film des Österreichers Erwin Wagenhofer war für eine Dokumentation ungewöhnlich erfolgreich und lockte fast 300.000 Zuschauer in die Kinos. Der Regisseur verzichtet auf ironische Einlagen á la Michael Moore oder Morgan Spurlock und nimmt das Interesse seines Publikums ernst. Ohne plakativ Anklage zu erheben, lässt er die Fakten für sich sprechen und bringt so eine beängstigende Wahrheit ans Licht. Wagenhofer hat einen wichtigen Beitrag zur Globalisierungsdebatte abgeliefert, der zornig und betroffen macht.


Darwin’s Alptraum (Darwin Sauper, 2004)

Was als kleines wissenschaftliches Experiment in den 60er Jahren am Viktoriasee begann, weitete sich über die letzen vier Jahrzehnte zu einer ökologischen Katastrophe aus. Durch den ausgesetzten Nilbarsch wurde fast der gesamte Bestand der 400 anderen Fischarten ausgerottet. Der in der westlichen Welt begehrte Fisch ist für viele inzwischen ein lukratives Geschäft internationale Waffenhändler, afrikanische Minister, russische Piloten, tansanische Prostituierte – alle kassieren ab, nur die Einheimischen gehen leer aus…

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2 Kommentare

  1. Abbc said,

    siehe auch den DOKUfilm I.O.U.S.A. zur Überschuldung der U.S.A. …

  2. EU-Vorstoss vorerst gestoppt: Genmais darf auf nationaler Ebene verboten bleiben « Endzeit.blog - Kritische globale Hintergrundberichterstattung said,

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