Internetüberwachung im Namen des Anti-Pädophilie-Kampfes

27. April 2009 at 07:04 (Computer & Technik, Deutschland) (, , , , , , , , )

Wie so oft geschieht bei politischen Hauruck-Auktionen schnell das, vor dem Kritiker im Vorfeld gewarnt hatten. In diesem Falle waren es die Datenschützer:

Wurde vor einigen Wochen heiss über Stoppschilder im Internet diskutiert (wer damals noch gelacht hat, dem dürfte das inzwischen im Hals stecken geblieben sein), welche erscheinen, sobald man eine Webseite mit pädophilen Inhalten öffnet, wurden diese bald abgesegnet. Das Pikante an der Geschichte: Die Sperrlisten liefert das BKA. Und nachdem der Polemikzug ins Rollen gekommen war, gab es auch schon die nächsten Anlaufstellen, nach dem bisher angekündigten Gleisende: Warum nicht gleich Surfer protokollieren und melden, welche auch nur eines dieser ominösen Web-Stoppschilder zu Gesicht bekommt. Oder warum nicht gleich eine Echtzeitüberwachung für solche Sackgassen einrichten? Gerade noch über einen Mini-Frame-Link auf eine Kinderporno-Eingangsseite geleitet und schon ein Einsatzteam der Bundespolizei vor der Tür, kein Problem!
Und warum bei Kinderpornographie anhalten? Leiten wir den Überwachungszug auf Gleis Nummer Warez (Raubkopien) um. Die Musik- und Filmindustrie winkt sicher freundlich dem Gefangentransport hinterher!

kinderpornograhpie stopp - internet

http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-Regierung-erwaegt-Echtzeitueberwachung-der-Stoppschild-Zugriffe–/meldung/136769

Natürlich darf bei dieser Diskussion ein Name nicht fehlen: Zypries. Zusammen mit Herrn Schäuble bekanntlich das Trio Infernale des Freibürgertums. Ihr vehementer Einsatz gegen bestehende Bürgerrechte kann langsam fast als komödiantisches Zwischenspiel politschen Populismuses verstanden werden, um die Riegen des Bundestages hin-und-wieder in die Schlagzeilen der Mainstream-Presse zu hiefen. Oder dient das Ganze den Interessen anderer? Nunja, es könnte sich auch schlichtweg um Böswilligkeit handeln! 😉

Mit Internetsperren der Öffentlichkeit Zensur-Schranken vor Inhalten zu schützen erinnert schnell an Begehren von Informationsfreiheitsentwicklungsländern wie China. Fakt ist, das die organisierte Kinderschänderbande sich sowieso in vor der Masse  verschlossene Bereiche des Internets zurückgezogen hat. Bleibenden Schaden bei solchen Aktionen behält nur die Informationsfreiheit.

http://www.zeit.de/online/2009/18/internet-sperren-kulturkampf

http://www.zeit.de/2009/18/BKA-Gesetz

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Der olympische Gedanke in Zeiten von Zensur, Korruption und Terror

11. August 2008 at 08:14 (Politisches Weltgeschehen) (, , , , , , , , , , , , )

La Grande Nation auf Schlingerkurs nach China
http://www.heise.de/tp/blogs/6/114032

So korrupt ist das IOC
http://www.cicero.de/dossier_detail.php?ress_id=1&item=2589

„Gruppe mit Verbindungen zur al-Kaida“ droht mit Anschlägen bei den olympischen Spielen in Beijing
http://infokrieg.tv/kaida_video_olympia_2008_08_08.html

China zensiert das Internet – das IOC tut nichts
http://www.welt.de/politik/arti2268511/China_zensiert_das_Internet__das_IOC_tut_nichts.html

Komplizen der chinesischen Zensur
http://www.zeit.de/online/2008/32/internetzensur-china-us-unternehmen

Extra3 bypasses Chinese censorship
http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,SPM18542,00.html

Eine Journalistische Herausforderung…

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