Panik an allen Enden: Steht die Krise erst noch bevor – ein totaler Kollaps des weltweiten Finanzsystems?

7. Oktober 2008 at 15:01 (Deutschland, Politisches Weltgeschehen) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Finanzsektor, Wirtschaft und Bevölkerung sehen seit einigen Tagen den Traum vom sicheren Geld dahinbröckeln. Auch wenn es noch immer nicht bis in die letzte Ecke aller Bevölkerungsschichten durchgedrungen zu sein scheint, wir befinden uns mitten in der schlimmsten Krise seit der Weltwirtschaftskrise der (19)20er Jahre. Dieses Mal könnte es uns sogar noch härter treffen.
Das künstliche monetäre Ungetüm, welches die Regierungen dieser Welt seit Beginn des letzten Jahrhunderts aufgebaut haben, ist endgültig unterspült und steht kurz vor dem Zusammenbruch. Ob die letzten Notflickarbeiten der nationalen Ministerien dieses Mal noch einmal einen Zusammenbruch verhindern können, ist fraglich. Geldpumperei bis hinzur Leitzinssenkung und drastischen Steuervergünstigungen können den Prozess letzten Endes nur verzögern, aber nicht stoppen.
Vielleicht ist nun auch endlich der Zeitpunkt gekommen, wo die Rufe der vom Geldsystem versklavten Bevölkerung auch beim Establishment (Grossbanken, Kreditzirkel, Grosskonzerne, etc.) ankommen. Es wäre höchste Zeit für eine Revolution! Egal wie diese aussieht – Hauptsache wäre, es würde eine faires Handelsgebilde auf Basis einer stabilen, nicht zinseszins-etc-verseuchten Währungsreform (inkl. Rückbindung an den Goldstandard?) entstehen. Dies ist wohl auch kaum mit einem Währungsmonster wie dem Euro machbar, sondern wie zu früheren Zeiten auf kleinerer/regionaler Ebene.
Aber wir werden sehen, was sich in so einem Fall, einige schlaue und hoffentlich wenig(er) korrupte Köpfe überlegen werden und dann auch dem Volk zur Abstimmung vorlegen (nicht an diesem vorbei, wie bisher immer geschehen).

An der Spitze dieser Welt sitzen einige sehr sehr kranke Hirne, die seit langer Zeit versuchen, die restlichen Menschen dieses Planeten zu beherrschen, zu versklaven und zum Teil sogar auszulöschen. Dies mag hart, grössenwahnsinnig und somit absurd klingen, aber das ist die Wahrheit. Manche mögen diese Wahrheit Verschwörungstheorie nennen, dies ändert aber nichts. Fakt ist, das die über die vielen Jahrzehnte entstandene Finanzsystemkrake von Anbeginn an eine Totgeburt war. Ein Crash ist irgendwann unausweichlich und scheint auch lange im Vorfeld geplant gewesen zu sein (siehe dazu die Beiträge in der Rubrik „Geheimgesellschaften“).
Lasst euch nicht einschüchtern! Die Menschheit hat schon grössere Katastrophen überstanden und diese Personen an der Spitze der Macht leben von Angst (zumal haben diese längst ihre Milliarden in Sicherheit gebracht). Falls es wirklich soweit kommen sollte, dass Unruhen sogar mit militärischen Mitteln niedergeschlagen werden müssten (interessante Entwicklungen ähnlich dem „Martial Law“ und „Homeland Securits“ der US-Negativvorkämpferschaft hierzu auch in Deutschland bezüglich Bundeswehreinsatz im Inneren),
ist die regierende Klasse endgültig dem Untergang geweiht. Nichts fürchten diese mehr als den unkontrollierbaren Hass der Massen. Sind nämlich erst einmal Namen gefallen, werden die Köpfe deren Träger rollen.

Da wir oben im Artikel bei Gold waren… heute ist es zum ersten Mal in der Geschichte der grossen Goldhändler (z.B. proaurum) zu absoluten Bestellungsannahmestopps gekommen, da der Nachfrage der vergangenen Tage, trotz Zuzug zusätzlicher Ressourcen, nicht mehr nachgekommen werden konnte.
Einige Geister sind seit einiger Zeit hellwach und retten ihre Ersparnisse ins sichere Lager der Rohstoffe. Ist es denn wirklich schon Zeit zur Panik um das eigene Hab und Gut, wie es auch schon die einschlägigen Blogseiten suggerieren oder ist alles kein Problem und bald überstanden, wie viele Massenmedien uns immer noch Glauben machen wollen?
Wie immer, wäre ein vernünftiges Mittelmaß anzustreben. Seid auch wachsam! Kredite, Schulden und vor allem langfristige Sparverträge vermeiden, einen Teil des Geldes in festen Werten anlegen und die Entwicklungen beobachten. Zu beginnen, sämtliche Ersparnisse sofort von den Konten zu reissen und grosse Krisendepots an Nahrungsmitteln und Scheinen anzulegen, ist sicher ebenso übertrieben, wie blindes Vertrauen in unsere, von Miss Merkel & Co zugesicherten, Guthaben zu besitzen.
Rezession und Inflation sind ja auch nicht erst seit den letzten Tagen zu beobachten. Der Prozess der Negativentwicklung auf den Märkten und Börsen ist jedoch erst seit kürzerer Zeit drastisch zu verzeichnen. Dies ist sicher nicht deren natürliche Schwingung und es mag durchaus sein, dass das Ende noch lange nicht erreicht ist.
Ich denke um die Jahreswende dürften wir spätestens etwas schlauer und wohl leider auch etwas ärmer sein.
Aber das Wichtigste ist im Moment wohl erst einmal Ruhe zu bewahren, sich um Familie und Beruf kümmern und nicht wie diese kleinen süssen Kugelaugen-Affen erstarrt vom Baum zu fallen, wenn es donnert und blitzt. Auf unserem deutschsprachigen Fleckchen der Erde wird vor einem Totalknall auf jedem Fall zumindest noch längere Zeit gejammert! 😉


(danke für den link an freeman!)

http://dokukanal.blogspot.com
http://anleger-fernsehen.de/
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,582176,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,582490,00.html
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2008/10/es-ist-zeit-sehr-aufmerksam-zu-sein.html
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2008/10/zeitgeist-addendum.html
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2008/10/der-euro-wird-zerstrt.html
http://www.n-tv.de/1033867.html?061020081909
http://www.duckhome.de/tb/archives/3684-Das-Geld-ist-nicht-weg,-es-ist-nur-woanders.html
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/925/312836/text/

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Der Anfang vom Ende – Das Finale der Banken- und Finanzkrise

15. September 2008 at 07:57 (Deutschland, Politisches Weltgeschehen) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

(Update 01.10.2008)

Nun ist es auch in den Mainstream-Medien angekommen: Die Finanzkrise kann und wird sehr wohl nach Europa überschwappen. Öffentliche Schönrederei und Versteckspiele von Politik und Finanzquadern dürften  nicht mehr von langer Dauer sein können.

Es kracht in Europas Finanzsystem – Deutschland muss die Hypo Real Estate retten. Auch in Großbritannien, Belgien, Holland, sogar in Island greift der Staat ein. Die Krise erfasst den ganzen Kontinent

Und was passiert, wenn zusätzlich zu „finanzsektorinternen“ Gründen, die Bürger beginnen ihre Konten zu plündern und Vorräte zu horten? Ist das marode, von heuschreckeartigen Elite-Kapitalisten zerfressene System noch zu retten und falls ja, zu welchem Preis?
Womöglich wissen wir nächstes Frühjahr bereits die Antwort…

Zum Banken Collapse-O-Meter


Die viertgrößte US-Investmentbank Lehman Brothers wird heute Insolvenzschutz beantragen, die Aktienkurse brechen weltweit ein
Nach dem Scheitern aller Rettungsversuche teilte Lehman Brothers in der Nacht auf Montag mit, dass Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Konkursrechts beantragt werde. Diese Regelung erlaubt Unternehmen die Sanierung bei laufendem Betrieb, ohne Gläubiger bedienen zu müssen. Damit will Lehman vor allem Zeit gewinnen…
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28716/1.html

Auf dem Weg in die bargeldlose Gesellschaft –
USA, Kanada und Mexiko wollen den Dollar durch die gemeinsame Währung Amero ersetzen…
http://www.schattenblick.de/infopool/politik/meinung/pola-992.html

Die Bank of America übernimmt Merrill Lynch, Lehman Brothers steht vor dem Aus, die US-Notenbank verspricht Hilfe: Der amerikanische Finanzmarkt erlebt ein dramatisches Erdbeben. Experten rechnen mit weltweiten Kursabstürzen an den Börsen…
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,578171,00.html

Der US-Investmentbank Lehman Brothers droht das Aus. Die Bank of America übernimmt statt ihrer die Rivalin Merrill Lynch. Die US-Finanzkrise erreicht einen neuen Höhepunkt…
http://www.zeit.de/online/2008/38/bankenkrise-lehman-bank-of-america-merrill-lynch

Am Wochenende fand eine notfallmässige Sitzung der Fed und des Finanzministeriums mit Repräsentanten der grossen Wall Street Banken statt, mit dem Ziel, den Zusammenbruch von Lehman Brothers zu verhindern. Sollte Lehman pleite gehen, dann wird der Nebeneffekt ziemlich katastrophal sein, sagt der Ökonom Noriel Roubini.
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2008/09/wenn-lehman-fllt-dann-fallen-alle.html
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2008/09/ein-kategorie-5-hurrikan-kommt-auf-wall.html

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Weltweite Lebensmittelkrise – „Lasst uns am besten in Ruhe…“

24. April 2008 at 07:10 (Medizin & Forschung, Politisches Weltgeschehen, Umwelt & Klima) (, , , , , , , , , , , )

Seit ca. einem Monat weiss auch der Stern- und Bildzeitungsleser: Die Armen hungern! Und das jetzt sogar nicht mehr nur in der Dritten Welt. Die Nahrungsmittel in Entwicklungsländern gehen zu Neige.

Dieser Artikel bringt es auf den Punkt. Würden den raffgierigen Multikonzerne der reichen Länder einfach nur Grenzen geboten, wäre der Welt schon sehr geholfen… Da ihre politischen Handlanger aber natürlich den Teufel tun werden, ihre Nebeneinkünfte zu kürzen, müssen wohl auch weiterhin Kinder an Unterernährung sterben. Statt agrarökonomischen Alternativvorschlägen einiger renommierter Wissenschaftler nachzugehen, werden Handelsbarrieren niedergerissen, gentechnisch veränderte Grundnahrungsmittel (welche zum Teil u.a. ihre Reproduktionsfähigkeit verloren haben) eingeführt und neuerdings Anbauflächen für Biosprit angelegt, um ein paar Milliprozent menschengemachten CO2s aus unserer Atmosphäre zu verbannen.
Wer tankt auch nicht gerne Säuglingsblut?!


Artikel von Gerhard Klas / Telepolis

„Die Gründe der Nahrungsmittelkrise reichen in die Geschichte zurück, trotz Warnungen werden von Weltbank, FAO oder WTO aber keine grundsätzlichen Änderungen erwogen“

In einem Radio-Interview in den USA wurde ich gefragt, was der US-amerikanische Präsident tun könne, um den indischen Bauern zu helfen. Es war eine Life-Sendung und meine Antwort lautete: „Lasst uns am besten in Ruhe.“ Wenn sich Europa und die USA nicht länger bei uns einmischen würden, könnten wir die indische Landwirtschaft wieder so entwickeln, dass sie zu einem Modell würde, zu einem Vorbild für andere. Aber Europa und die USA hindern uns daran: Mit ihrer Handelspolitik, mit ihren Geldgeberorganisationen, mit ihren multinationalen Konzernen und mit ihren Versicherungsgesellschaften.
Devinder Sharma

Der indische Agrarexperte [extern] Devinder Sharma spricht aus, was viele Kleinbauern in den Ländern Afrikas, Asien und Lateinamerikas denken. Dort stellen sie in vielen Ländern noch die Mehrheit der Bevölkerung – so leben etwa mehr als die Hälfte der 1,1 Milliarden Inder noch von der Landwirtschaft. Zum Vergleich: In Europa und den USA sind es noch 3 Prozent. Die Probleme der vielen hundert Millionen Kleinbauern sind auch ein wichtiger Grund für die derzeitige Nahrungsmittelkrise.

Etwa 80 Prozent ihres Einkommens müssen die Armen in den sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern ausgeben, um ihre alltägliche Nahrung zu bezahlen. Seit Beginn des neuen Jahrhunderts haben sich die Preise für Milchprodukte, pflanzliche Öle und Fette und vor allem für Getreide mehr als verdoppelt. Mit gravierenden Auswirkungen: Viele können sich Grundnahrungsmittel wie Reis, Mais und Weizen nicht mehr leisten.

Galten bisher schon 850 Millionen Menschen weltweit als unterernährt – die letzten Schätzungen der Welternährungsorganisation ([extern] FAO) stammen aus dem Jahr 2005 –, dürfte die Zahl im vergangenen Jahr noch einmal drastisch gestiegen sein. Die Folge davon waren Hungerrevolten in mehr als 30 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Selbst die [extern] Weltbank und der Internationale Währungsfonds warnen deshalb inzwischen vor dem Preisanstieg für Nahrungsmittel. Der Sturz der Regierung in Haiti war das bislang spektakulärste Indiz, das sich aus der weltweiten Nahrungsmittelkrise entwickelt hat. Die Weltbank hat daraufhin ein Hilfspaket über 500 Millionen Dollar vorgeschlagen – ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn ansonsten – daran gibt es keinen Zweifel – soll an der bisherigen Politik festgehalten werden.

Als Ursache für die Ernährungskrise nennen die internationalen Finanzinstitutionen selbst den erhöhten Bedarf an Fleisch- und Milchprodukten in einigen Schwellenländern wie China und Brasilien – und den sogenannten „Biosprit“. So weit, so richtig. Aber es gibt noch andere Gründe, und einige davon reichen weit in die Geschichte zurück. Sie beginnen mit der kolonialen Zurichtung der Wirtschaft vieler Länder des Südens, mit der immer größere Sektoren der dortigen Landwirtschaft gezwungen wurden, sich an der Nachfrage in den Kolonialmächten zu orientieren – und nicht an der ihrer eigenen Bevölkerung.

Als die Kolonien endlich ihre politische Unabhängigkeit erkämpft hatten, sorgten IWF und Weltbank mit ihren Strukturanpassungsprogrammen und internationalen Abkommen dafür, dass die Agrarproduktion dieser Länder mehr und mehr industrialisiert wurde, um sogenannte Cash-Crops für den Export in die Industrienationen anzubauen. Eine Politik, die bis heute euphemistisch als sogenannte „Grüne Revolution“ bezeichnet wird, aber fatale Auswirkungen hat. Zwar gab es vorübergehende Produktivitätssteigerungen, aber der Einsatz importierter Pestizide und Kunstdünger hat die Böden und das Grundwasser nachhaltig verseucht.

Was für die Agrarindustrie in Europa und den USA, aber auch für die Großgrundbesitzer in den betreffenden Ländern zu einem lukrativen Geschäft wurde, entpuppte sich vor allem für die Bauern dort als Bürde: Die ausgelaugten Böden verlangten nach immer mehr Kunstdünger, die mittlerweile resistenten Schädlinge nach immer teureren Pestiziden aus den Labors von Bayer, DuPont, Syngenta und anderen Pharmakonzernen, die mit der Abhängigkeit ihrer Kunden immer größere Profite machten und nebenbei noch Produkte [extern] verkaufen, die hierzulande längst nicht mehr auf dem Markt erhältlich sind. Die Bauern stürzten in eine Schuldenkrise, die bis heute anhält ([local] Neue Hoffnung für Indiens Bauern?). Viele verkauften ihr Land und zogen auf der Suche nach Arbeit in die Slums der Großstädte. Weil sich diese Hoffnung nicht erfüllte, nahm in den 90er Jahren die Zahl der Selbstmorde unter Bauern drastisch zu.

In den letzten Jahren sind auf Betreiben der [extern] Welthandelsorganisation nahezu alle Agrarprodukte zu globalen Waren geworden. Der Handel mit Nahrungsmitteln ist heute weitgehend vom Interesse nach Profitmaximierung bestimmt. Die Verknappung der Agrarprodukte hat die hemmungslose Spekulation weiter verschärft. Aber weder am freien Markt für Lebensmittel, noch an der Produktion des sogenannten Biosprits und der Exportorientierung der Agrarproduktion soll gerüttelt werden. Im Gegenteil: Die Weltbank kritisiert die Regierungen in Indien und China, weil sie wegen der Nahrungsmittelknappheit ein kurzfristiges Exportverbot für Reis verhängten. Auch die Welternährungsorganisation – die einstmals als Stimme der Kleinbauern galt – [extern] setzt inzwischen auf eine weitere Industrialisierung der Landwirtschaft, auf noch mehr Welthandel, auf künstliche Bewässerung und auf neues Saatgut, das in den Labors der Konzerne entwickelt wurde, um damit Gewinne zu machen und die verarmten Bauern in weitere Abhängigkeit zu treiben. Vorstände von Lebensmittelkonzernen wie Peter Brabeck von Nestlé sind der [extern] Ansicht, nur Gentechnik könne heute noch die Welt vor Hunger bewahren.

Am 17.April haben – von den hiesigen Medien nicht wahrgenommen – in Afrika, Lateinamerika, Asien und Europa viele Kleinbauernorganisationen, Landlose und Nichtregierungsorganisationen gegen diese Politik [extern] demonstriert. Im Aufruf von [extern] La Via Campesina – einer Art internationalem Dachverband der Kleinbauernverbände – heißt es: „Nachdem sie die Kleinbauern enteignet haben, pressen sie jetzt die Konsumenten mit hohen Weltmarktpreisen für Lebensmittel aus“. Das Gegenkonzept heißt „Ernährungssouveränität.“

Jede Region in der Welt soll danach wieder in die Lage versetzt werden, ihre ansässige Bevölkerung gesund und ausreichend mit eigenen Produkten zu ernähren – ohne Giftcocktails und Gentechnik. Ernährungssouveränität, so hieß es in einer gemeinsamen Deklaration zahlreicher Bauernorganisationen, die im vergangenen Jahr auf einem internationalen Forum in Mali verabschiedet wurde (http://www.nyeleni2007.org/?lang=en&lang_fixe=ok), stelle die Menschen, die Lebensmittel erzeugten, verteilten und konsumierten, ins Zentrum der Nahrungsmittelsysteme, nicht anonyme Märkte und die Profitinteressen transnationaler Konzerne.

Mit ihrer Kritik stehen die Kleinbauern nicht alleine: Ende März hat der [extern] Weltagrarrat IAASTD in London einen [extern] Expertise vorgelegt. Darin werden eine schnelle Neuausrichtung der weltweiten Landwirtschaft und eine Begrenzung der Macht der Agrarkonzerne gefordert. Und der französische Agrarwissenschaftler Marcel Mazoyer, Autor des Standardwerkes „Histoires des agricultures du monde“, einer Weltgeschichte der Landwirtschaft, ist sich [extern] sicher, dass heute 10 Milliarden Menschen ernährt werden könnten. Dafür würden die bestehenden Landreserven ausreichen. Sie könnten ohne künstliche Bewässerung und ohne weitere Waldrodung bebaut werden. Sie würden ohne Gentechnik und Pestizide auskommen. Allerdings, so gibt er zu bedenken, gäbe es dann keine Anbauflächen mehr für Energiepflanzen.

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